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Schnarchen mit geschlossenem Mund – was kann man dagegen tun?

Schnarchen kann einem den wichtigen Nachtschlaf und damit auch die Energie für den folgenden Tag rauben. Nicht nur für den Schnarchenden selbst, sondern vor allem für den Bettpartner ist das auf Dauer nur schwer auszuhalten.

Bei vielen Menschen liegt das Schnarchen an einem geöffneten Mund während des Schlafens. Aber auch das Schnarchen mit geschlossenem Mund kommt recht häufig vor. Wie es dazu kommt und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie bei uns.

Welche Ursachen hat das Schnarchen mit geschlossenem Mund?

Das Schnarchen entsteht, wenn sich die Mund- und Rachenmuskulatur während des Schlafes entspannt. In Verbindung mit einer Verengung der Atemwege muss der Körper eine erhöhte Anstrengung aufbringen, um die benötigte Luftmenge durch die Nase einzuatmen.

Der dadurch zunehmende Druck in den Atemwegen führt dazu, dass Zunge, Rachenzäpfchen und Gaumen anfangen zu vibrieren. Die entstehenden Vibrationen sorgen für die unangenehmen Schnarchgeräusche.

Besonders häufig ist das der Fall, wenn die Betroffenen mit offenem Mund schlafen. Doch auch mit geschlossenem Mund kann es zum Schnarchen kommen. Hierbei ist vor allem die Zunge das Problem. Eine zu dicke oder zu lange Zunge kann die Atemwege ebenfalls verengen, genauso wie es passiert, wenn die Zunge zu sehr entspannt ist und dadurch in den hinteren Mund- und Rachenraum rutscht.

Was kann man gegen das Schnarchen mit geschlossenem Mund tun?

Gegen das Schnarchen mit geschlossenem Mund gibt es unterschiedlichste Methoden und Hilfsmittel, die genutzt werden können.

Die Nutzung einer Schnarchschiene

Um gegen das Schnarchen mit geschlossenem Mund vorzugehen, kann eine Schnarchschiene genutzt werden. Hierbei handelt es sich um eine, den Zähnen angepasste Schiene, die den Unterkiefer während des Schlafes stabilisiert.

Dadurch wird der Unterkiefer im Schlaf leicht nach vorn gedrückt, um eine Verengung des Rachenraumes zu verhindern. Die Atemwege bleiben damit frei und groß genug, um genügend Luft hindurch zu leiten.

Die Schnarchschiene wird relativ häufig von behandelnden HNO-Ärzten genutzt, um das Schnarchproblem der Patienten in den Griff zu bekommen. Verschiedene Erfahrungsberichte von Anwendern belegen, dass bei rund 90 % der Schnarchenden mit einer Schnarchschiene das Problem erfolgreich behandelt oder zumindest verbessert werden konnte.

Um ein optimales Ergebnis zu erhalten, sollte eine maßgefertigte Schnarchschiene genutzt werden. Diese fertigt der Zahnarzt passend zu Ihrem Zahnabdruck an. Leider übernimmt die Krankenkasse die Kosten hierfür nur in den wenigsten Fällen. Sie müssen also mit Kosten rund 100 – 200 Euro rechnen, die Sie selbst tragen müssen.

Eine deutlich günstigere Alternative ist es, eine universell passende Schnarchschiene bei einem der zahlreichen Anbieter im Netz zu bestellen. Diese gibt es bereits schon ab rund 30 Euro. Sollten Sie nach der Bestellung feststellen, dass diese nicht passt, so können Sie die Schiene bequem zurückschicken.

Das Ändern der eigenen Schlafposition

Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit des Schnarchens beim Schlafen auf dem Rücken höher. Daher sollten Sie sich während des Schlafens einmal beobachten lassen, ob das Schnarchen mit geschlossenem Mund nur auftritt, wenn Sie in einer bestimmten Position schlafen.

Kann das Schnarchen durch eine Veränderung der Position schon positiv beeinflusst werden, sollten Sie versuchen, diese möglichst einzuhalten. Hierfür gibt es spezielle Kissen, beispielsweise Seitenschläfer- oder Nackenkissen. Ebenso gibt es spezielle Anti-Schnarch-Kissen.

Tritt das Schnarchen bei Ihnen nur in Rückenposition auf, können Sie auch einen kleinen Trick anwenden: Nähen Sie einen Tennisball an den Rücken Ihres Schlaf-T-Shirts. So verhindern Sie, dass Sie sich während des Schlafens auf den Rücken rollen. Zur Überwachung Ihres Schlafes und der Schlafposition können Sie eine spezielle Schnarch-App nutzen.

Die Nutzung eines Zungenstabilisators

Bei dem Zungenstabilisator handelt es sich um ein kleines Hilfsmittel, welches die eigene Zunge im Schlaf stabilisieren soll. So wird ein Zurückrutschen der Zunge und eine dadurch ausgelöste Verengung des Mund- und Rachenraums verhindert.

Dank dem weichen und medizinisch unbedenklichen Material des Zungenstabilisators lässt sich dieser auch in der Nacht recht angenehm tragen. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit von wenigen Tagen haben sich die meisten Anwender an das Tragen des Zungenstabilisators gewöhnt.

Verzicht auf Alkohol und Medikamente vor dem Schlafengehen

Alkohol und Medikamente, insbesondere Schlafmittel, lassen die Muskulatur entspannen. Dadurch kommt es viel häufiger zur Verengung der Atemwege durch die Zunge oder einen zurückrutschenden Unterkiefer.

Falls sie ein Schnarchproblem haben, sollten Sie daher zumindest einige Zeit bewusst auf solche Mittel vor dem Zu-Bett-Gehen verzichten. So können Sie feststellen, ob sich dadurch eine Besserung einstellt. Auch das Rauchen direkt vor dem Schlafen führt zu gereizten Schleimhäuten und kann Schnarchen verursachen.

Überschüssiges Gewicht abbauen

Übergewicht kann eine mögliche Ursache für das Schnarchen sein. Durch überschüssiges Fett am Hals werden die Atemwege ebenfalls verengt. Außerdem führt zu viel Fett im Brust- und Bauchbereich zu einem erhöhten Druck in der Lunge und den Atemwegen.

Insbesondere, wenn das Schnarchen erst mit einer kürzlichen Gewichtszunahme begonnen hat, sollten Sie daran arbeiten, dieses wieder loszuwerden. So tun Sie auch gleichzeitig Ihrem gesamten Körper etwas Gutes. Milch- und fetthaltige Produkte sollten Sie vor dem Schlafengehen möglichst vermeiden.

Für optimale Schlafbedingungen sorgen.

Wie gut Sie schlafen, hängt maßgeblich von Ihrer Schlafumgebung ab. Eine optimale Schlaftemperatur liegt laut Experten zwischen 15 – 18 Grad. Wichtig ist dabei auch Ihr persönliches Empfinden. Sie sollten weder frieren noch schwitzen. Die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer liegt am besten zwischen 60 – 80 %.

Fazit zum Schnarchen mit geschlossenem Mund

Auch mit geschlossenem Mund kann man Schnarchen. Um dieses Phänomen effektiv zu bekämpfen, sollten Sie zuerst Ihre Schlafgewohnheiten beobachten lassen. So lässt sich feststellen, ob das Schnarchen nur in bestimmten Positionen auftritt, oder andere direkte Ursachen für das Schnarchen gefunden werden können.

Wissen Sie erst einmal woher das Schnarchen kommt, können Sie die entsprechend geeigneten Mittel ergreifen, um dagegen vorzugehen. So kann endlich wieder Ruhe und Frieden im heimischen Schafzimmer einkehren.