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Operation gegen das Schnarchen

Mann schnarcht im Bett, die Frau sitzt verzweifelt daneben

Das Schnarchen kann nicht nur gesundheitliche Folgen haben. Gerade der Partner leidet häufig und verliert das Verständnis. Das endet oft in Verzweiflung und bei vielen auch im Frust. Eine Operation gegen das Schnarchen kann hier hilfreich sein.

Warum schnarcht man?

Das Schnarchen ist gar nicht so selten. Gerade bei Männern ab dem fünfzigsten Lebensjahr steigt die Anzahl der Betroffenen bis zu 80 Prozent an. Der Grund bei dieser Gruppe ist häufig, dass die Muskeln im Rachen erschlaffen.

Es handelt sich hier also um eine Alterserscheinung. Aber auch bis zu 30 Prozent der jüngeren Männer schnarchen und da liegt die Ursache an anderer Stelle. Häufige Ursache sind hier das Übergewicht oder auch erhöhter Alkoholkonsum.

Der andere Grund, der für eine Operation gegen das Schnarchen spricht, ist eine Verengung im Bereich der Atemwege. Zunge und Gaumensegel fallen beim Schlafen in den Rachen. Sobald dieser Bereich verengt ist, entstehen die unliebsamen Geräusche.

Wann erfolgt eine Operation gegen das Schnarchen?

Es gibt keine einheitliche Operation gegen das Schnarchen. Unterschiedliche Ursachen benötigen unterschiedliche Herangehensweisen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Sie sich einer intensiven Untersuchung unterziehen.

Damit eine genaue Diagnose gestellt werden kann, begibt sich der Patient in ein Schlaflabor. Hier werden alle Werte genau aufgezeichnet, die der Arzt später für die Auswertung benötigt. Ohne diese Diagnose kann keine erfolgreiche Operation durchgeführt werden.

Vorschnelle Operationen führen meistens dazu, dass der Patient nach dem Eingriff immer noch vom Schnarchen geplagt wird. Es ist also wichtig, dass die Ursache genau eingegrenzt wird und dann die richtige Operation erfolgt.

Die unterschiedlichen Operationen gegen das Schnarchen im Überblick

  • Nasenoperation
  • Operation am Gaumen
  • UPP
  • LAUP
  • Implantat im Weichgaumen
  • Zungenchirurgie
  • Implantat für die Zunge

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten das Schnarchen operativ abzustellen. Genauso unterschiedlich wie die Eingriffe sind auch die Ursachen. Was bei den Operationen gemacht wird, möchten wir Ihnen einmal kurz zusammenfassen.

Nasenoperation

Die Operation gegen das Schnarchen funktioniert nur, wenn Sie zu durch die Nase schnarchen. Ihre Atmung durch die Nase ist also beeinträchtigt und in Folge dessen entstehen die Geräusche.

Eine Vielzahl der Patienten, die sich dieser Operation unterziehen, haben Verwachsungen in der Nase selber. Manchmal ist es aber auch eine schiefe Nasenscheidewand, die zu einer Verengung führen kann.

Frau tippt auf ihre Nase

Ein weiterer häufiger Grund für das Schnarchen durch die Nase sind Polypen. Viele Menschen wissen gar nicht, dass Sie darunter leiden. Im Alltag macht sich dieses Problem nur selten bemerkbar.

Möglichkeiten der Nasenchirurgie sind eine Korrektur der Nasenscheidewand, die Entfernung der Polypen, eine Nasenkorrektur oder auch eine Verkleinerung der Nase. Wenn die Nasenflügel zu instabil sind, kann an dieser Stelle auch ein Implantat helfen.

Operation am Gaumen

Bei dieser Art des Eingriffs gibt es zwei Varianten. Zum einen kann der Arzt hier überschüssiges Gewebe entfernen. Zum anderen kann er das Gaumensegel aber auch versteifen.

Beides führt beim Schlafen zu Schwingungen und löst das Schnarchen aus. Wenn die Rachenschleimhaut jedoch entfernt wurde, gibt es weniger Gewebe, welches zum Schwingen gebracht wird.

Es ist wichtig, dass der Arzt hier mit einer sehr großen Vorsicht an die Operation gegen das Schnarchen herangeht. Die Muskulatur darf auf keinen Fall verletzt werden. Die Folge wäre, dass Sie weder Schlucken noch Sprechen könnten.

UPPP

Bei der Abkürzung handelt es sich um die Uvulopalatopharyngoplastik. Hierbei geht es darum, dass das Gaumensegel im Rachen zu schlaff ist. Es wird bei diesem Eingriff also gestrafft.

Dazu schneidet der Arzt die Muskulatur im hinteren Gaumen ein, strafft das Gewebe an der Stelle und vernäht alles wieder. Das Segel ist nun wieder straff und kann weniger schwingen. Häufig finden Sie hier auch den Begriff Gaumensegel Operation.

Erfolgreich ist dieser Eingriff nur dann, wenn ein geringer Abstand zwischen der Rückwand des Rachens und dem weichen Gaumensegel vorhanden ist. Die Erfolgsrate liegt hier bei ca. 60 Prozent.

Leider ist der Eingriff nicht von Dauer. Das Gewebe kann mit der Zeit wieder erschlaffen. Gerade mit fortschreitendem Alter passiert das sehr häufig. Langfristig haben nur ca. 40 Prozent der Betroffenen Ruhe.

LAUP

Auch hier handelt es sich um eine Uvulopalatoplastik, die allerdings mit einem Laser durchgeführt wird und nicht mit einem Skalpell. Diese Art der Operation schont das Gewebe und den Patienten.

Bei dieser Maßnahme wird ebenfalls Gewebe entfernt. Der Patient bekommt entweder eine Reduzierung der Schleimhaut oder des Gaumenbogens. In manchen Fällen wird auch das Gaumenzäpfchen entfernt.

Die Erfolgsquote bei dieser Operation ist jedoch sehr gering und wird daher von wenigen Ärzten empfohlen. Gerade langfristig gibt es hier kaum Patienten, die zufrieden sind. Das Gewebe erschlafft wieder und das Problem kehrt zurück.

Auch die Nebenwirkung des operativen Eingriffs sind nicht unbedingt angenehm. Viele Menschen klagen im Nachhinein über einen trockenen Mund, Halsschmerzen und auch über Hustenreiz.

Letzteres entsteht durch die Narbenbildung. Sie haben das Gefühl, dass ein Fremdkörper in Ihrem Rachen steckt. Der Körper reagiert mit dem Schutzreflex Husten. Auch die Veränderung der Stimme wird häufig bemängelt.

Implantat am Weichgaumen

Diese Operation zielt nicht darauf ab, dass Ihnen Gewebe entfernt wird. Vielmehr soll Ihnen mit dieser Möglichkeit geholfen werden, das Gewebe mit einem Implantat stabiler zu machen.

Es handelt sich hierbei um kleine Stäbchen aus Kunststoff. Diese werden durch einen kleinen Schnitt in das Gewebe eingebracht. Hier dienen sie als eine Art Gerüst und stabilisieren damit den Gaumen.

Wie bei allen Implantaten kann es sein, dass der Körper die Stäbchen abstößt. Jedoch passiert das nur bei einem sehr geringen Teil der Patienten. Diese Operation gegen Schnarchen gilt als nahezu komplikationsfrei.

Sollte jedoch zu wenig Gewebe vorhanden sein, dann kann dieser Eingriff nicht durchgeführt werden. Der Operateur brauch genug Platz für das Implantat. Bei diesem Video sehen Sie wie der Eingriff funktioniert.

Zungenchirurgie

Eine Operation gegen das Schnarchen, bei der es hauptsächlich um die Zunge geht, kommt nur dann infrage, wenn diese sehr groß ist und ein hohes Volumen aufweist. Der Grund des Schnarchens liegt häufig daran, die diese den Atemweg verengt.

Die Ursache liegt hier darin, dass entweder der Unterkiefer zu klein ist oder die Zunge tatsächlich sehr groß gewachsen ist. Bei der Operation wird die Größe der Zunge vermindert, sodass der Patient wieder beschwerdefrei atmen kann.

Aber nicht immer müssen Sie sich mit dieser Diagnose einer Operation unterziehen. Wenn Sie zum Beispiel einen kleinen Kiefer haben, dann gibt es die Möglichkeit nachts eine Schiene zu tragen.

Im Schlaf wird der Kiefer dadurch leicht nach vorne gezogen. Die Zunge kann nun den Rachen nicht mehr verengen und das Schnarchen hört auf. Das funktioniert bei vielen Menschen bereits erfolgreich.

Implantat für die Zunge

Auch bei diesem Implantat handelt es sich um eine Kunststoffstruktur, die Ihre Zunge stabilisieren soll. Die Zunge wird dann in eine andere Position gebracht. Durch die Verlagerung stellt sich sehr schnell eine Linderung ein.

Es gibt unterschiedliche Implantate. Das Ziel ist jedoch bei allen das Gleiche. Durch den Einsatz am hinten Zungenteil, verwächst das Implantat mit dem Muskel in der Zunge. Es entsteht eine Art Zug in dem Organ.

Die Patienten berichten hier nicht über viele Nebenwirkungen. Lediglich in den ersten Tagen ist das Gefühl ein wenig unangenehm. Der Erfolg stellt sich umgehend ein. Die Zunge fällt nicht mehr in den Rachen und Sie sind schnarchfrei.

Operation gegen das Schnarchen – die Alternativen

Mann schläft ruhig im Bett

Viele Menschen haben vor einer Operation Angst und sehen diese als letzten Ausweg. Alternativen werden in diesem Fall in Betracht gezogen. Generell sollten Sie vor eine OP auch einiges ausprobieren.

Eine Operation ist nicht immer gleich mit einem Erfolg verknüpft und birgt einige Risiken. Alternativen auszuprobieren ist daher niemals verkehrt und führt in vielen Fällen ebenso zum Erfolg.

Alternative beim Schnarchen Gaumsegel trainieren

Selbst nach eine Gaumensegel Operation kann das Schnarchen zurückkommen. Durch das richtige Training lässt sich manchmal ein Eingriff verhindern. Aber auch nach der OP kann es das Rückkehren des Schnarchens verzögern.

Die Übungen lassen sich zu jeder Zeit durchführen und sind sehr einfach gehalten. Bei regelmäßiger Durchführung können diese jedoch sehr effektiv sein. Die Muskulatur wird gestärkt.

Drücken Sie Ihre Zungenspitze an den Gaumen und ziehen Sie diese dann nach. Wiederholen Sie diesen Vorgang ca. 20 Mal pro Übung. Auch schnalzen ist effektiv im Training zum Thema Gaumensegel.

Drücken Sie den hinteren Teil der Zunge nach unten. Die Spitze berührt nun die Schneidezähne. Auch diese Übung sollte 20 Mal wiederholt werden. Bei Essen können Sie versuchen, die Zunge beim Schlucken anzuheben.

Alles, was mit der Anspannung der Zunge, dem Kiefer und dem Gaumen zu tun hat stärkt die Muskulatur. Gerade weil es so einfach ist, können Sie das immer mal wieder zwischendurch durchführen.

Fazit

Es gibt viele unterschiedliche Ursachen, die das Schnarchen hervorrufen können. Nicht unbedingt jede Art lässt sich mit Hilfsmitteln oder Alternativen erfolgreich behandeln.

Spätestens wenn Ihre Gesundheit betroffen ist, dann sollten Sie sich ärztlichen Rat einholen. Es ist jedoch wichtig, dass die Ursache genau abgeklärt wird. Denn nur wenn die Diagnose genau gestellt wird, kann die Operation auch helfen.